Neue Verkehrsdrehscheibe für den Busverkehr eröffnet

21.04.2017

Neue Verkehrsdrehscheibe für den Busverkehr eröffnet

Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) investiert umfangreich in den neuen Busbahnhof in Warburg

(Kreis Höxter, Warburg, 21.04.2017)
Nach rund neunmonatiger Bauzeit konnte nun der neue Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) im Bereich des Schützenplatzes in Warburg fertiggestellt werden. Dieser neue ZOB ist als zentrale Verkehrsdrehscheibe für den Busverkehr im südlichen Kreis Höxter konzipiert worden. Hier werden ab sofort die Schnellbuslinie S85 (Paderborn-Warburg) ,die Regionalbuslinien der Warburger Börde und auch die Linien im Stadtverkehr Warburg miteinander verknüpft. Über diesen ZOB verkehren insgesamt acht Regionalbuslinien - zumeist im Stundentakt - im Verkehrskorridor zwischen Warburg, Borgentreich und Paderborn. Dazu kommen noch die vier Warburger Stadtbuslinien W1 bis W4, die im zeitlich optimierten sog. „Rendez-Vous-Anschluss“ mit den Regionalbuslinien verknüpft werden. Eine Anbindung des ZOB an den Warburger Bahnhof ist über diverse Linien möglich. Auch der Nordhessische VerkehrsVerbund (NVV) fährt mit den Linien 120 und 140 den neuen ZOB an. Am 24. April kann der ZOB in Warburg zum ersten Mal von den Verkehrsunternehmen in Betrieb genommen werden.

„Als NWL sehen wir es als eine zentrale Aufgabe an, über die Investitionsförderungen in zentrale Busverknüpfungspunkte den Nahverkehr mit zeitoptimierten Umsteigeverbindungen so attraktiv wie möglich für die Busverkehrskunden zu gestalten. In den ZOB Warburg wurde eines der höchsten Finanzvolumina für den ÖPNV in den letzten Jahren im Hochstift investiert. Ein Schwerpunkt liegt dabei vor allem auch auf der Realisierung einer barrierefreien Infrastruktur für die Fahrgäste“, so Dr. Ulrich Conradi, Verbandsvorsteher des NWL und des Nahverkehrsverbundes Paderborn/Höxter (nph).

Als Kernelement des neuen ZOB wurde eine Fahrgastinsel mit vier Abfahrtspositionen errichtet. Darüber hinaus wurden in der alten Hüffertstraße drei weitere Abfahrtssbereiche angelegt. An allen neuen Haltepositionen sind neue Bushochbordsteine eingebaut worden, die einen barrierefreien Ein- und Ausstieg in die Niederflurfahrzeuge ermöglichen. Die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Personen wurden zudem vor allem mit der Anlage von taktilen Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfeldern berücksichtigt. Die Busverkehrskunden erhalten nach dem Umbau einen zentralen und transparenten Fahrgastunterstand auf der Fahrgastinsel und drei weitere Unterstände entlang der alten Hüffertstraße.
Die Führung der Busse im Einrichtungsverkehr und die insgesamt sehr transparente Ausbildung des neue ZOB wirken sich zudem positiv auf das subjektive Sicherheitsempfinden der Fahrgäste aus. Hierzu trägt auch die neue Beleuchtung des ZOB mit modernster LED-Beleuchtung bei. Darüber hinaus enthält die Verkehrsdrehscheibe eine größzügige Fahrradabstellanlage, die auch für das Ausleihen von Fahrrädern genutzt werden kann. Zur Optimierung der Fahrgastinformation sind insgesamt 3 neue dynamische Fahrgastinformationsanlagen in Form von Monitoren errichtet worden, auf denen zukünftig auch Echtzeitinformationen verfügbar sind.

„Die Hansestadt Warburg erhält mit dem neuen ZOB auch einen neuen städtebaulichen und infrastrukturellen Akzent, der den öffentlichen Personennahverkehr in der Hansestadt Warburg und der Region deutlich attraktiver macht und dem wichtigen Prinzip der „Barrierefreiheit“, welchem wir uns seit einigen Jahren mit dem umfassenden Umbau unseres Stadtkerns besonders verpflichtet fühlen, ebenfalls Rechnung trägt“, so Bürgermeister Herr Michael Stickeln.

Der neu gestaltete ZOB am Schützenplatz wurde für rd. 1.195.000 Euro erneuert. Die Förderung durch den NWL beträgt hierbei vorauss. rd. 1.044.000 Euro. Der Eigenanteil der Hansestadt Warburg beläuft sich auf 151.000 Euro. Die dynamischen Fahrgastinformationsanlagen hat der nph mit rd. 24.000 € separat finanziert.

Durch den Neubau des ZOB wird die ehemalige Bushaltestelle am Schützenplatz nicht mehr so intensiv genutzt werden wie bisher. Die detaillierten Linienführungen sind hierbei noch in Abstimmung. Der Busverkehr im Südkreis Höxter und in der Hansestadt Warburg gewinnt deutlich an Attraktivität dazu. Die zentrale Lage des Busbahnhofes ermöglicht allen Fahrgästen kurze Wege, vor allem zum Krankenhaus, zu Arztpraxen und Geschäftshäusern.

Auf dem Pressebild sehen Sie in der vorderen Reihe von links: Dr. Ulrich Conradi (Verbandsvorsteher des Nahverkehrs Westfalen-Lippe), Michael Stickeln (Bürgermeister der Stadt Warburg), Matthias Goeken (Vorsitzender der nph-Verbandsversammlung)

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