Mobilitätsbefragung 2018 abgeschlossen

13.09.2018

Mobilitätsbefragung 2018 abgeschlossen

Befragung von 4.500 Personen im Hochstift abgeschlossen / Ergebnisse liefern wertvolle Planungsdaten

Die Mobilitätsbefragung in den Kreisen Paderborn und Höxter, die in den vergangenen Monaten durch den Nahverkehrsverbund Paderborn/Höxter (nph), den Kreis Paderborn und den Kreis Höxter durchgeführt wurde, ist abgeschlossen und ausgewertet. Der umfassende Abschlussbericht liefert den Verkehrsplanern beim nph und bei den beiden Kreisen wertvolle, aktuelle Daten für die tägliche Arbeit.

4.500 Personen haben im Zeitraum April bis Juli 2018 Auskunft über ihre Gewohnheiten und Anforderungen bei ihren werktäglichen Wegen gegeben. Dabei wurden detailliert alle Wege eines Stichtages protokolliert. Hieraus wird der sogenannte Modal Split errechnet, der angibt, zu welchen Anteilen die Bürgerinnen und Bürger im Hochstift die verschiedenen Verkehrsmittel (ÖPNV, Rad, Fuß, Auto) nutzen. Diese Modal Split-Anteile wurden als Mittelwert für alle Bürgerinnen und Bürger der Kreise Paderborn und Höxter ermittelt und somit differenziert für das gesamte Hochstift und für die beiden Kreise ausgewertet. Dadurch üben die Menschen, die in den Städten des Hochstifts leben, genauso Einfluss auf die Gesamtergebnisse aus, wie diejenigen, die in den Dörfern und Gemeinden der beiden Kreise leben. Die Ergebnisse der Befragung bilden also einen Mittelwert aus der ländlichen und städtischen Struktur des Hochstifts.

Im Zuge der Auswertungen werden die erhobenen Daten aus verschiedensten Blickwinkeln betrachtet. Aus den Ergebnissen lassen sich dann Handlungsempfehlungen ableiten, die konkrete Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger bedeuten. „Die Auswertungsarbeit des von uns beauftragten Ingenieurbüros ist nun getan, für unsere Planer fängt die Arbeit dagegen jetzt an, denn Sie müssen die zahlreichen Erkenntnisse aufgreifen und in der Planung zukunftsfähiger Mobilitätsketten berücksichtigen.“, so Dr. Ulrich Conradi, Verbandsvorsteher des nph.

Das Auto ist sowohl im Kreis Paderborn als auch im Kreis Höxter eine Grundvoraussetzung für Mobilität. In jedem Haushalt gibt es durchschnittlich 1,6 Pkw. Familien besitzen im Schnitt sogar 2,2 Pkw. Entsprechend hoch ist der Anteil Wege, die mit dem Auto zurückgelegt werden: 65% im Kreis Paderborn und 70% im Kreis Höxter. Berufstätige Personen legen 80% ihrer Wege mit dem Auto zurück.

Die Befragung liefert Erkenntnisse zu möglichen Alternativen, denn es werden auch Wege mit dem Rad, zu Fuß und mit Bus und Bahn zurückgelegt. Die Anteilswerte fallen hier jedoch eher gering aus. Demzufolge sind Maßnahmen notwendig, um den Menschen im Hochstift die Nutzung dieser Verkehrsmittel als Alternative zum eigenen Pkw zu ermöglichen.

Der ÖPNV im Hochstift wird aktuell zum größten Teil von Schülern, Auszubildenden und Studierenden genutzt. Diese haben mangels Führerschein bzw. Pkw keine andere Möglichkeit, zur Schule oder zum Ausbildungsplatz zu gelangen. Mehr direkte, schnellere Verbindungen und günstigere Tarife sind die zentralen Anforderungen an ein attraktives ÖPNV-Angebot.

Mit dem Rad werden aktuell vor allem Wege in der Freizeit zurückgelegt, obwohl es durchaus auch im Alltag auf dem Weg ins Büro oder zur Schule genutzt werden kann. Die Bürgerinnen und Bürger gaben an, dass zunächst das Radwegenetz ausgebaut und bestehende Radwege ausgebessert werden müssen, damit die Bereitschaft steigt, diese Wege künftig mit dem umweltfreundlichen Rad zurückzulegen.

Anhand der Wegedaten der Befragten liegen den Verkehrsplanern nun auch konkrete Erkenntnisse darüber vor, woher und wohin zahlreiche Wegebeziehungen bestehen. Auf diesen Hauptachsen, aber auch auf weniger bedeutenden Relationen können konkrete Maßnahmen entwickelt werden.

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