Mehr Schulbusse für den Kreis Paderborn

03.09.2020

Mehr Schulbusse für den Kreis Paderborn

Mit dem Schulbeginn nach den Sommerferien zum 12.08.2020 ist es in den Bussen in den Kreisen Paderborn und Höxter wieder voller geworden.

Auch vor der Corona-Pandemie gab es zum Schulstart nach den Sommerferien immer mal wieder ein paar Herausforderungen zu meistern: Ein ganzer Jahrgang, der sich im öffentlichen Nahverkehr auskannte und diesen sicher nutzen konnte, ist gegangen. Dafür ist ein junger Jahrgang hinzu gekommen, der aktuell noch recht unsicher in unseren Bussen unterwegs ist. Dass das in den ersten Wochen immer mal wieder zu Verunsicherungen führen kann, ist völlig normal. Dennoch nehmen wir als Verkehrsbetriebe im Hochstift die Sorge der Eltern ernst, dass wegen des erhöhten Fahrgastaufkommens durch die Schülerinnen und Schüler eine Ansteckung mit dem Virus auf dem Schulweg erfolgen kann. Die Gesundheit unserer Fahrgäste und unseres Personals hat für uns immer oberste Priorität.

Wir haben alles, was uns an Bussen und Fahrpersonal zur Verfügung steht, ausgeschöpft. Zwar ist der öffentliche Personennahverkehr gemäß der Corona-Schutzverordnung ausdrücklich vom Mindestabstandsgebot ausgenommen, damit die Schülerinnen und Schüler in den Fahrzeugen aber trotzdem mehr Abstand halten können, werden im Kreis Paderborn ab September 13 zusätzliche Schulbusse eingesetzt. Diese Maßnahme ist zunächst bis zu den Herbstferien vorgesehen.

Für den Regionalbusverkehr im Kreis Paderborn werden ab dem 07.09.2020 folgende Linien verstärkt:
R50: Schlangen - Paderborn
R20: Hövelhof - Paderborn
471: Borchen -  Paderborn
486: Borchen - Lichtenau
482: Lichtenau - Paderborn
R70: Padeborn - Alfen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Nachfolgend haben wir für Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen zu den Zubestellungen der Busse zusammengefasst. Bitte berücksichtigen Sie dabei, dass alle Maßnahmen von der Entwicklung der Lage sowie den Entscheidungen der Bundes- und Landesregierung abhängig sind.

Wofür soll es zusätzliche Busse im öffentlichen Personennahverkehr geben?

Um überfüllte Schulbusse mit dicht gedrängten Kindern zu vermeiden, stellt die NRW-Landesregierung den Kommunen Finanzmittel zur Verfügung, bei denen Mehrausgaben für zusätzlich eingesetzte Fahrzeuge in der Schülerbeförderung im Rahmen einer Vollfinanzierung gefördert werden. Mithilfe dieses Förderangebots können so für ganz NRW rund 1.000 zusätzliche Schulbusse organisiert werden.

Wie lange können die Zusatzbusse angemietet werden?

Diese Maßnahme ist zunächst bis zu den Herbstferien vorgesehen. Darüber hinaus stehen derzeit keine weiteren Zusatzbusse zur Verfügung. In den Herbstferien soll allerdings geprüft werden, ob der Bedarf für die Zeit danach gedeckt ist.

Werden auch Zusatzbusse in Paderborn eingesetzt?

Ja, auch die Stadt Paderborn will ab September mehr Schulbusse einsetzen. Der PaderSprinter hat Verstärkerfahrten mit acht Zusatzbussen für voraussichtlich 135.000 Euro beantragt, die mit bis zu 100 Prozent gefördert werden sollen.

Der Regionalverkehr hat Verstärkerfahrten mit fünf zusätzlichen Bussen beantragt. Diese Zusatzfahrten sollen bis zu den Herbstferien etwa 50.000 Euro kosten.

Sind die Zusatzbusse ausschließlich zur Verstärkung des Schülerverkehrs gedacht?

Ja, die Förderrichtlinie der NRW-Landesregierung sieht die Zubestellung zusätzlicher Busse nur für Fahrten in Rahmen der Schülerbeförderung vor, um so z. B. Gedränge in den Schulbussen zu entzerren.

Werden alle Linien während der Schülerbeförderung mit zusätzlichen Bussen verstärkt?

Nein, durch das geringe Kontingent an Zusatzbus- und Fahrpersonal-Kapazitäten ist eine vollumfängliche Verstärkung des Liniennetzes während der Schülerbeförderung nicht möglich. Auch die Anzahl an Bussen und Fahrpersonal, welche uns im Regelbetrieb dafür zur Verfügung stehen, haben wir bereits ausgeschöpft. Wir haben aber täglich ein Augenmerk darauf, wie sich die Fahrgastzahlen in unseren Bussen entwickeln und bessern dann auf den viel genutzten Verbindungen flexibel je nach Auslastung mit den zusätzlichen Fahrzeugen nach. Im Regionalbusverkehr betrifft das allerdings explizit die Fahrten der Linien R 20 von Hövelhof nach Paderborn und R 50 von Schlagen nach Paderborn.

Wie viele Schüler*innen können durch die Zusatzbusse mehr befördert werden?

Je nachdem, ob es sich bei dem zusätzlichen Fahrzeug um einen Solo- oder Gelenkbus handelt, können etwa 70 bis zu 100 Personen damit befördert werden. Sinn der Zusatzbusse ist es allerdings, Gedränge in der Schülerbeförderung möglichst zu vermeiden. Daher ist es unser Wunsch, dass sich die Schüler*innen möglichst gleichmäßig auf die Regel- und Zusatzbusse verteilen. Überall da, wo es möglich und sinnvoll ist, setzen wir auch Gelenkbusse ein, damit die Fahrgäste im Bus möglichst viel Platz haben. Die Anzahl der Gelenkbusse, die uns dafür zur Verfügung steht, ist aber natürlich endlich, sodass nicht auf jeder Linie zu jeder Uhrzeit ein Gelenkbus fahren kann. Deshalb bitten wir unsere Fahrgäste dringend darum, sich im Bus aufzuteilen und die gesamte Länge der Fahrzeuge zu nutzen, um so einen größtmöglichen Abstand zu anderen Fahrgästen zu ermöglichen.

Woran erkennen Fahrgäste die zusätzlichen Busse?

Hinweisschilder an der Front- und an den Seitenscheiben der Fahrzeuge informieren die Fahrgäste, ob es sich bei dem Bus um ein Zusatzfahrzeug handelt.

Gibt es besondere Regelungen, die in den Zusatzbussen grundsätzlich beachtet werden müssen?

In den Zusatzbussen gelten die gleichen Regeln wie in unseren übrigen Linienbussen auch. Das gilt natürlich auch für unsere Corona-Schutzmaßnahmen (für ausführliche Informationen dazu siehe www.padersprinter.de/coronavirus und www.fahr-mit.de).

Sind in den zusätzlichen Bussen sämtliche Tickets gültig?

Nein, die Zusatzbusse können nur von Fahrgästen genutzt werden, die eine Zeitfahrkarte besitzen, da in den zusätzlichen Fahrzeugen weder ein Ticketverkauf durch das Fahrpersonal noch das Entwerten eines Fahrscheins möglich ist. Dafür fehlen die entsprechenden Vorrichtungen in den Bussen. Gültige Tickets sind daher z. B. das Kurzstrecken-Ticket, EinzelTicket, KinderTicket, 7 TageTicket, 30 TageTicket, PaderTicket oder das Schüler/Azubi MonatsTicket.

Grund dafür ist, dass die Zubestellung der Busse über Reisebusunternehmen erfolgt. Wegen der Corona-Pandemie können viele Reisebusunternehmer derzeit nur sehr wenige Busreisen durchführen, daher können sie ihre Fahrzeuge sowie ihr Fahrpersonal aktuell nicht wie gewohnt einsetzen. Diese freien Kapazitäten können deshalb bis zu den Herbstferien für den regulären Linienverkehr angemietet werden. Allerdings verfügen die Busse der Reiseunternehmen aufgrund ihres eigentlichen Einsatzbereiches nicht über die gleichen Voraussetzungen und Eigenschaften wie unsere regulären Linienbusse.

Da in den Zusatzbussen keine Tickets verkauft werden können, bitten wir unsere Fahrgäste dringend darum, die passenden Tickets bereits vor Fahrtantritt auf anderem Wege zu kaufen. Neben den Fahrscheinautomaten, im Kundencenter am Kamp oder in der mobithek am Hauptbahnhof ist das auch bargeldlos über die Fahrplan-App des PaderSprinter möglich. Tickets, die vor Fahrtantritt entwertet werden müssen (z. B. das 4er Ticket), sind in den Zusatzbussen ebenfalls ungültig. Gleiches gilt auch für die smilecard, da die zusätzlichen Fahrzeuge keine extra smilecard-Terminals haben.

Gilt in den Zusatzbussen die Fahrscheinpflicht? Wird diese kontrolliert?

Genauso wie in allen übrigen Linienbussen gilt auch in den zusätzlich eingesetzten Fahrzeugen die Fahrscheinpflicht. Da die Zusatzbusse nur mit gültigen Zeitfahrkarten genutzt werden können, werden diese Fahrten von unseren Sicherheits- und Service-Mitarbeitern auch regelmäßig kontrolliert.

Was ist, wenn auch diese zusätzlichen Kapazitäten nicht ausreichen?

.Die zusätzlichen Busse sind zunächst bis zu den Herbstferien vorgesehen. Darüber hinaus stehen derzeit keine weiteren Zusatzbusse zur Verfügung. In den Herbstferien soll allerdings geprüft werden, ob der Bedarf für die Zeit danach gedeckt ist. Sollte dies nicht der Fall sein, kann aus unserer Sicht nur noch eine Staffelung der Schulzeiten für Entspannung in der Schülerbeförderung sorgen. Genauso wie viele Elternvertreter und -beiräte befürworten auch wir eine solche Maßnahme und könnten bei Bedarf flexibel auf diese Anforderung reagieren. Deshalb haben wir auch schon deutlich vor den Sommerferien das Gespräch mit den größeren Schulen und Schulverwaltungen gesucht. Bisher haben sich die meisten Schulen allerdings gegen gestaffelte Schulzeiten ausgesprochen. Aus unserer Sicht kann hier nur ein gemeinsames Konzept aller Beteiligten die Problematik abmildern.

Klar ist: Die Nutzung unserer Busse ist für alle Fahrgäste, egal ob Schüler*innen oder regulärer Busverkehr, auch weiterhin sicher – dafür sorgen unsere beschlossenen Schutzmaßnahmen, die die Ausbreitung des Virus im öffentlichen Nahverkehr eindämmen und bis auf Weiteres in unseren Fahrzeugen gelten. Klar ist aber auch: Sowohl die Anzahl unserer Busse als auch die Anzahl unseres Fahrpersonals, welches die Fahrzeuge ausschließlich führen darf, ist endlich. Daher ist es zurzeit ganz besonders wichtig, dass wir – Sie als Eltern, Ihre Kinder als Schüler*innen und wir als zuständige Verkehrsunternehmen – zusammenarbeiten, damit wir genügend gesunde Mitarbeiter*innen haben, um das Verkehrsangebot und damit den Alltag in Paderborn bestmöglich aufrechterhalten zu können.

Immer die aktuellsten Informationen zu den Schutzmaßnahmen im Paderborner Stadtbusverkehr finden Sie unter www.padersprinter.de. Bei Fragen erreichen Sie unsere Kolleginnen und Kollegen im Kundencenter telefonisch unter 05251 6997 222 sowie per E-Mail an info@padersprinter.de. 


Alle Informationen rund um die Maßnahmen im Regionalverkehr finden Sie unter www.fahr-mit.de. Hier stehen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen in der mobithek telefonisch unter 05251 29 30 400 oder per E-Mail an kontakt@fahr-mit.de für Rückfragen zur Verfügung.

Außerdem hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) einen Erklärfilm auf YouTube veröffentlicht, damit Schüler*innen den öffentlichen Personennahverkehr auch in Corona-Zeiten weiterhin optimal nutzen können. Nutzen Sie die Möglichkeit, sich diesen Film gemeinsam mit Ihren Kindern anzuschauen – es lohnt sich.

Klar ist: Die Nutzung unserer Busse ist für alle Fahrgäste, egal ob Schülerinnen und Schüler oder regulärer Busverkehr, auch weiterhin sicher – dafür sorgen unsere beschlossenen Schutzmaßnahmen, die die Ausbreitung des Virus im öffentlichen Nahverkehr eindämmen und bis auf Weiteres in unseren Fahrzeugen gelten. Klar ist aber auch: Sowohl die Anzahl unserer Busse als auch die Anzahl unseres Fahrpersonals, welches die Fahrzeuge ausschließlich führen darf, ist endlich. Um die Schülerbeförderung langfristig zu entzerren, kann aus unserer Sicht deshalb nur noch eine Staffelung der Schulzeiten für Entspannung sorgen. Genauso wie viele Elternvertreter und -beiräte befürworten auch wir eine solche Maßnahme und könnten bei Bedarf flexibel auf diese Anforderung reagieren. Deshalb haben die Verkehrsbetriebe im Hochstift auch schon deutlich vor den Sommerferien das Gespräch mit den größeren Schulen und Schulverwaltungen im Kreis Paderborn gesucht. Leider haben sich die meisten Schulen allerdings bisher gegen gestaffelte Schulzeiten ausgesprochen.

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