Volle Schulbusse – Verkehrsunternehmen hoffen auf Zubestellungen, um die Kapazitäten erneut ausweiten zu können

18.08.2020

Volle Schulbusse – Verkehrsunternehmen hoffen auf Zubestellungen, um die Kapazitäten erneut ausweiten zu können

Mit dem Schulstart nach den Sommerferien wurde es in den Bussen und Bahnen im Hochstift wieder voller. Die Verkehrsunternehmen haben alles, was an Kapazitäten an Bussen und Fahrpersonal zur Verfügung steht, ausgeschöpft. Zwar ist der ÖPNV laut Corona-Schutzverordnung vom Mindestabstand ausgenommen, dennoch nehmen alle Anbieter die Sorgen der Eltern ernst, dass eine Ansteckung auf dem Schulweg erfolgen kann.

„Um die Schulanfangs- und Endzeiten noch weiter mit zusätzlichen Bussen zu entlasten und mehr Platz für alle Schülerinnen und Schüler zu schaffen, wird aktuell unter anderem auch geprüft, ob sogenannte Zubestellungen von Bussen über die Reiseunternehmen möglich sind“, so Udo Wiemann, Geschäftsführer der VPH. Neben der Verfügbarkeit von Reisebussen sind generell auch noch rechtliche Fragestellungen der Vergabe der zusätzlichen Verkehrsleistungen zu klären. Laut NRW-Verkehrsministerium kann die Bestellung nur über die Schulträger und nicht von den Verkehrsunternehmen in Eigenregie erfolgen und stellt eine entsprechende verbindliche Verordnung in Aussicht.

Die Verkehrsverbünde und -unternehmen sind daher im ständigen Austausch mit dem Verkehrsministerium, den Schulen und Aufgabenträgern, um hier zeitnah Lösungen zu suchen.

Um zusätzliches Gedränge in den Bussen zu vermeiden, können alle Fahrgäste selbst auch etwas tun. „Wer kann, sollte die Stoßzeiten zu Schulbeginn meiden und mit einem Bus früher als sonst üblich fahren“, so Peter Bronnenberg, Geschäftsführer vom PaderSprinter.

Das Schulministerium empfiehlt gestaffelte Schulanfangszeiten, um das Gedränge während der Schülerbeförderung zu entzerren. Die Verkehrsunternehmen in den Kreisen Paderborn und Höxter befürworten eine solche Maßnahme und haben schon vor den Sommerferien das Gespräch mit den größeren Schulen und Schulverwaltungen gesucht. Bisher haben sich die meisten Schulen allerdings gegen einen gestaffelten Schulstart ausgesprochen. Aus Sicht der Verkehrsunternehmen kann nur ein gemeinsames Konzept aller Beteiligten die Problematik abmildern.

Die seit dem 27. April 2020 in Nordrhein-Westfalen bestehende Pflicht, im öffentlichen Personenverkehr, in Schulbussen, an den Haltestellen und in Bahnhöfen eine Mund-Nasen-Bedeckung bzw. eine so genannte Alltagsmaske zu tragen, gilt auch für Schulkinder. Daher raten alle Verkehrsunternehmen dringend dazu, dass alle Fahrgäste einen Mund-Nasen-Schutz in Bus und Bahn tragen, damit die Beförderung ohne Verweise erfolgen kann. Darüber hinaus soll, soweit möglich, sowohl im Bus und Bahn als auch an den Haltestellen Abstand zu anderen Fahrgästen eingehalten werden.

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