Als Mitgründer, Gesellschafter und Mitgestalter des WestfalenTarifts beteiligt sich die Verbundgesellschaft Paderborn/Höxter mbH (VPH) aktiv an den Entwicklungsprozessen des Tarifs und vertritt dabei die Interessen des Hochstifts. Zum ersten Mal seit der Gründung 2017 steht eine umfangreiche Reform an. Ziel ist eine deutliche Vereinfachung des Tarifsystems durch eine erhebliche Reduzierung der Preisstufen und ein verschlanktes, klar strukturiertes Ticketangebot. Los geht es ab April 2027.
Das gesamte Gebiet des Tarifs ist durch die Vielfalt seiner Räume geprägt: Groß- und Mittelstädte vereinen sich mit weitläufigen ländlichen Regionen. Der WestfalenTarif vereint 32 angeschlossenen Aufgabenträgern und über 60 Bus- und Bahnunternehmen. Diese Unterschiedlichkeit macht die anstehende Reform besondere anspruchsvoll.
Die intensive Abstimmung mit Politik und Verkehrsunternehmen hat eine zukunftsweisende Lösung hervorgebracht, die Übersichtlichkeit, Verständlichkeit und Zugänglichkeit des ÖPNV deutlich verbessert. Das Ergebnis ist ein modernes Tarifmodell, das sich konsequent an den Bedürfnissen der Fahrgäste orientiert und den Grundsatz „weniger ist mehr" umsetzt.
Auf dieser Seite haben wir die wichtigsten Eckpunkte der Reform zusammengefasst. Der WestfalenTarif betreibt eine ausführliche Landingpage, die hier zu finden ist.
Mit der Tarifreform richtet der WestfalenTarif sein Angebot konsequent an den Bedürfnissen der Fahrgäste aus. Im Mittelpunkt steht ein einfaches, verständliches und zukunftsfähiges Tarifsystem, das ohne spezielles Tarifwissen genutzt werden kann und sich flexibel in den Alltag einfügt. Kern der Reform ist ein deutlich verschlanktes Ticketsortiment und die Reduzierung der Preisstufen. Gleichzeitig schaffen schlankere Prozesse und effizientere Strukturen die Grundlage für einen wirtschaftlich tragfähigen und zukunftsorientierten öffentlichen Nahverkehr überall in Westfalen-Lippe.
Für die Entscheidungsprozesse der Reform wurden aktuelle Forschungsergebnisse und Analysen einbezogen. Eine bundesweite Marktforschung benennt neben der deutschlandweiten Gültigkeit die Unabhängigkeit und Flexibilität, sich ohne die Kenntnis von Tarifgebieten im ÖPNV zu bewegen, als wesentlichen Kaufgrund.
Um diesen Bedürfnissen und Wünschen unserer Fahrgäste bestmöglich gerecht zu werden, wird der WestfalenTarif strukturell neu gedacht und insgesamt überschaubarer. Das Ticketsortiment wird schlanker und gleichzeitig pauschaler. Die Preisstufen werden drastisch reduziert. Hintergrundprozesse gestalten sich dadurch effizienter und wirtschaftlicher.
Die alten, komplizierten Preisstufen H, M, T, S und W werden komplett abgeschafft und durch das neue, klare System ersetzt. Die bisherigen 12 Hauptpreisstufen mit ihren insgesamt über 60 örtlichen Ausprägungen werden auf nur noch 4 Preisstufen reduziert:
Eine ähnliche Struktur wird bereits seit 2022 bei den regionalen JobTickets angewendet.
Die pauschalen Preisstufen orientieren sich an den vertrauten Gemeindegrenzen – so bleibt die Preisberechnung logisch und einfach nachvollziehbar. Die Verschlankung zielt darauf ab, dass die Kundinnen und Kunden bessere Erfahrungen mit dem Nahverkehr machen und neue Fahrgäste hinzukommen.
Die Preise für Fahrten in der eigenen Stadt (A) oder in die Nachbarstadt (B) können innerhalb Westfalens variieren. So berücksichtigen wir regionale Unterschiede im Verkehrsangebot und garantieren faire Preise für alle.
Das neue Sortiment soll die unterschiedlichen Fahrtanlässe gezielt abdecken und die Orientierung für die Fahrgäste erleichtern. Einigen Tickets verleihen wir zudem eine Überarbeitung, um die Verständlichkeit des Tarifs zu erhöhen:
Aus dem TagesTicket24 wird das 24 StundenTicket - so wird die Schreibweise an das restliche Sortiment angepasst. Hinzukommt das neue 24 StundenTicket Kind – ein Angebot für alle von 7 bis 14 Jahren.
Viele Tickets wurden nach Einführung des Deutschlandtickets und weiteren Entwicklungen immer weniger nachgefragt und somit unwirtschaftlich. Diese Tickets entfallen nach der Reform:
Beliebte regionale Tickets, wie das 1-Euro-Ticket in Bad Lippspringe, Delbrück und Salzkotten oder die PaderTickets bleiben weiter bestehen.
Ergänzt wird das reformierte Ticketangebot durch das Deutschlandticket und eezy.nrw. Mit der Innovationskraft beider Produkte im Rücken, schaffen wir eine Reform des WestfalenTarifs, die noch mehr Menschen für die Mobilität der Zukunft begeistern wird.
Mit dem Deutschlandticket wurde in den vergangenen Jahren ein Meilenstein für den öffentlichen Personennahverkehr gesetzt. Erstmals erhalten Menschen bundesweit einen einfachen, transparenten und bezahlbaren Zugang zu Bus und Bahn. Die Perspektive auf einen langfristigen Fortbestand schafft nun auch mehr Planungssicherheit für Aufgabenträger, Verkehrsunternehmen und Fahrgäste. Als pauschales Abo-Angebot ist das Deutschlandticket damit das Schlüsselelement für einen leistungsfähigen und zukunftsorientierten ÖPNV. Die Varianten für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer komplementieren das Angebot und schaffen in diesen Bereichen bereits einfache und zukunftsträchtige Alternativen im Vergleich zu den bisherigen Tickets. Das Deutschlandticket wird im Hochstift von diversen Partnern generell als digitales Ticket und teilweise auf Chipkarten angeboten. Mehr Infos zu den Anbietern haben wir hier zusammengefasst.
eezy.nrw ist ein nrw-weit gültiger digitaler Tarif für Gelegenheitskunden. Bereits seit 2021 bietet der anwenderfreundliche, über das Smartphone nutzbare Tarif vor allem für diejenigen eine Lösung, die spontan den ÖPNV nutzen möchten: Vor dem Einsteigen in Bus und Bahn mit einer Nahverkehrs-App einchecken – beim Aussteigen auf „Check-out“ klicken. Dann berechnet die App anhand der zurückgelegten Strecke den Fahrpreis und bucht ihn vom hinterlegten Zahlungsmittel ab. Auch ein gemeinsames Ticket für mehrere Erwachsene, Kinder oder die Fahrradmitnahme kann gebucht werden. Seit 2026 gilt dabei die Garantie: Fahrten mit eezy.nrw sind nie teurer als ein vergleichbares EinzelTicket. Der monatliche Preisdeckel sichert, dass Fahrgäste nie mehr als 63 Euro, also den Preis eines Deutschlandtickets, zahlen müssen. Die hohen Zufriedenheitswerte und die ausgereiften technischen Standards beweisen das große Potenzial, das in diesem einfachen Zugang zum Nahverkehr steckt.
Verbundgesellschaft Paderborn/Höxter mbH
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fahr mit ist eine Marke der Verbundgesellschaft Paderborn/Höxter mbH